Dieser Austausch bestand aus 10 wunderschönen Tagen in Japan voller spannender Erlebnisse und Erfahrungen.

Nachdem wir unsere Reise am Mittwoch gestartet hatten, landeten wir wegen der Zeitverschiebung am Donnerstagmorgen in Tokio. Dort verbrachten wir die nächsten zwei Tage. Der Besuch verschiedener Sehenswürdigkeiten wie zum Beispiel des Meiji-Schreins, des Asakusa-Tempels oder des Shibuya Crossing war für alle sehr beeindruckend. Insbesondere der Ausblick vom Skytree von der Aussichtsplattform auf 450m Höhe demonstrierte allen die Ausmaße der Metropolregion Tokio.
Am Samstag fuhren wir mit dem Zug zur Yokohama Station, wo alle von ihren Gastfamilien abgeholt und herzlich empfangen wurden. Das Wochenende verbrachten wir dann mit den Gastfamilien. Viele besichtigten Sehenswürdigkeiten wie zum Beispiel Chinatown oder Minatomirai.
Der erste Schultag am Montag begann direkt sehr spannend. Wir besuchten morgens unseren zugeteilten Homeroom, wo sich die Schülerinnen und Schüler an der High School immer am Anfang eines Schultages für 15 Minuten als Klasse treffen. Dort werden unter anderem die Anwesenheit und wichtige Ankündigungen der Klassenlehrkraft gemacht. Hier wurden wir sehr herzlich von allen begrüßt und sind auf offene und gesprächsbereite Schülerinnen und Schüler gestoßen. Ein weiteres Highlight des Tages war die traditionelle Teezeremonie, der wir beiwohnen durften. Uns wurde der sehr geregelte Ablauf der Zeremonie gezeigt und wir konnten eine Tradition Japans kennenlernen und erleben. Auch durften wir selbst Tee brauen und probieren, was allen sehr viel Spaß gemacht hat und ein tolles Erlebnis war. Als letzter Tagespunkt stand dann noch die Welcome Party auf dem Programm. Diese fand in der Turnhalle vor der gesamten Schule statt. Wir selbst saßen auf der Bühne und hatten einen beeindruckenden Blick auf die knapp 900 versammelten Schüler, die in ordentlichen Reihen vor der Bühne saßen.

Am Dienstag und am Donnerstag durften wir am Unterricht in der Sakuragaoka High School teilnehmen. Hierbei sind uns viele Unterschiede zu unserem Unterricht an der Schule am Ried aufgefallen. So tragen die Schüler in Japan in der Schule Hausschuhe. Des Weiteren dauern die Unterrichtsstunden nur 50 Minuten und zwischen jeder Stunde gibt es 10 Minuten Pause, in denen man unter anderem den Klassenraum wechseln kann. Im Unterricht gibt es keine Meldungen, stattdessen schreibt der Lehrer die Lösungen nach einer Aufgabenphase an die Tafel. Im Matheunterricht sind keine Taschenrechner erlaubt, daher wird viel im Kopf gerechnet. Außerdem war auffällig, wie talentiert die japanischen Schüler in Kunst und Musik sind. Ein Grund hierfür ist, dass die gesamte Schule an Chor-Wettbewerben teilnimmt, für die viel geübt wird.

Im Vorlauf des Besuches war uns eine Einwahl in die verschiedenen AGs der Schule möglich. Der Besuch der AGs am Dienstag machte allen großen Spaß. Es gab zum einen die Möglichkeit Neues, zum Beispiel im Astronomie-Club, zu entdecken, zum anderen aber auch die Möglichkeit, in bereits bekannten Bereichen wie zum Beispiel Handball oder Tischtennis mitzumachen.
Am Mittwoch unternahmen wir einen Ausflug in die Stadt Kamakura. Dort besuchten wir einen wunderschönen Schrein und hatten die Möglichkeit einige lokale Spezialitäten zu probieren, bevor wir mit dem berühmten Enoden-Zug zum zweithöchsten Buddha Japans fuhren. Am späteren Nachmittag kehrten wir zurück in die Schule und diskutierten im Rahmen eines Workshops in Gruppen mit den japanischen Schülerinnen und Schülern über Unterschiede des deutschen und japanischen Schulsystems. Ein Beispiel dafür ist die Teilung der typischen japanischen Schullaufbahn in Elementary School, Junior High School und High School.

Am Freitag trafen wir den Vize-Bürgermeister von Yokohama im Rathaus. Dort wurden uns einige Fragen über unseren bisherigen Aufenthalt gestellt. Auch tauschten wir einige Geschenke aus und genossen die beeindruckende Aussicht aus dem 32. Stockwerk. Nach diesem Besuch hatten wir noch etwas Zeit, um durch Yokohama zu streifen. Danach ging es zurück zur Schule und anschließend fand die Farewell-Party statt. Hierzu versammelte sich wieder die gesamte Schule in der Turnhalle. Nach dieser großen Farewell-Party gab es auch noch eine kleinere Party mit den Austauschschülern. Während dieser Party wurde nochmal an die zurückliegende Woche erinnert, indem Bilder von den ganzen Ereignissen gezeigt wurden. Dann war es auch schon Zeit sich von der Schule zu verabschieden.
Nach dieser ereignisreichen und spannenden Woche stand bereits der letzte Tag des Austausches an. Viele von uns haben nochmal einen Ausflug mit ihren Familien gemacht und ihren letzten Tag sehr genossen. Zum Beispiel sind einige zum Fuji-san gefahren und haben dort entweder heiße Quellen oder Orte, von denen man einen sehr guten Blick auf den Fuji-san hat, besucht.

Am Sonntagmorgen trafen wir uns morgens an der Yokohama Station und mussten uns dort leider von unseren Gastfamilien und Austauschschülern verabschieden. Auch wenn der Abschied schwerfiel, versprachen sich alle ein Wiedersehen. Die neu gewonnen Freunde und Erfahrungen werden alle ein Leben lang begleiten. Durch diesen Austausch wurde eine Brücke zwischen den beiden Ländern und Kulturen geschaffen, die für immer halten wird.
Auf dem Rückflug gab es dann noch ein Highlight. Wir konnten aus dem Fenster des Flugzeugs atemberaubende Polarlichter erblicken.
Chihiro Kähler (E1a), Moritz Lohmann (E1a), Hendrik Clauß (E1b)